Die Lossprechungsfeier für die neuen Handwerksgesellinnen und Handwerksgesellen war weit mehr als ein festlicher Moment am Ende der Ausbildung – sie war ein starkes Zeichen für die Bedeutung und Zukunftskraft des Handwerks in unserer Stadt. Ich durfte bei dieser besonderen Veranstaltung dabei sein und viele Gespräche mit jungen Handwerkerinnen und Handwerkern führen. Ihre Motivation, ihr Stolz auf das Erreichte und ihre Pläne für die Zukunft haben mich tief beeindruckt.
In einer Zeit, in der unsere Gesellschaft vor großen Aufgaben steht, wird klar: Ohne das Handwerk wird es nicht gehen. Ob wir über Klimaschutz, neue Energieinfrastrukturen oder die Umsetzung dringend nötiger Investitionen sprechen – gut ausgebildete Fachkräfte sind der Schlüssel zum Erfolg. Das Handwerk ist dabei kein Nischenbereich, sondern ein unverzichtbarer Teil unserer wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.
Im Gespräch mit Kreishandwerksmeister Frank Mund, Geschäftsführer Stefan Bresser sowie vielen Obermeisterinnen, Obermeistern und weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Innungen wurde aber auch deutlich, an welchen Stellen der Schuh drückt. Themen wie überbordende Bürokratie, mangelnde Flexibilität bei der Mobilität oder die Herausforderung, ausreichend Nachwuchs zu gewinnen, beschäftigen viele Betriebe tagtäglich.
Mir ist wichtig, dass wir das Handwerk nicht nur würdigen, wenn Urkunden überreicht werden – wir müssen die Bedingungen verbessern, unter denen es arbeiten kann. Dazu gehört eine echte Entlastung bei Verwaltung und Vorschriften, eine bessere Infrastruktur und vor allem: politische Aufmerksamkeit für diejenigen, die mit ihrer Arbeit unser tägliches Leben gestalten. Denn das Handwerk ist nicht nur Fundament unserer Wirtschaft – es ist Herzstück unserer Stadt.